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Informationen für Bewerber ab 21

Callboy werden: was die Arbeit verlangt und wie die Bewerbung abläuft

Wer als Callboy arbeiten möchte, findet hier die Fakten zu Voraussetzungen, Verdienst, Rechtslage und Auswahlverfahren. Hinter der Seite steht The Men's Company, eine Agentur für heterosexuelle Callboys, die seit 2009 Kundinnen und Paare betreut.

Fakten auf einen Blick

  • 2009Gründungsjahr der Agentur
  • 14Länder, in denen Callboys der Agentur tätig sind
  • 21+Mindestalter für Bewerber
  • 0 €Kosten für Bewerbung, Aufnahme und Profil
  • 3 Mon.Abstand zwischen den Tests auf Infektionen und HIV
  • 5 bis 8Fotos gehören zu einer vollständigen Bewerbung

Was ein Callboy tatsächlich macht

Ein Callboy trifft Frauen und Paare gegen Honorar, in der Regel für zwei Stunden oder länger. Fast jede Buchung schließt Intimität ein. Termine, bei denen es allein um Begleitung geht, etwa zu einem Abendessen oder ins Theater, kommen vor, sind aber sehr selten. Die verbreitete Vorstellung, ein Callboy werde vor allem zum Essen eingeladen, stimmt mit der Praxis nicht überein.

Zur Arbeit gehört trotzdem mehr als der intime Teil. Eine Kundin bucht einen Mann, mit dem sie sich unterhalten kann, der pünktlich und gepflegt erscheint und der merkt, was sie sich von dem Treffen erhofft. Manche Kundinnen sind beim ersten Termin nervös, andere wissen genau, was sie wollen. Auf beides muss sich ein Callboy einstellen können.

Callboy, Gigolo, Escort: mehrere Begriffe, eine Tätigkeit

Wer Gigolo werden will oder sich fragt, wie man als männlicher Escort arbeitet, meint in der Regel dasselbe. Im Deutschen ist „Callboy“ das gängige Wort, Kundinnen suchen häufig auch nach „Gigolo“ oder „Escort Mann“. Für die Bewerbung spielt die Bezeichnung keine Rolle.

Wichtig ist die Ausrichtung der Agentur: The Men's Company vermittelt ausschließlich heterosexuelle Männer. Gebucht wird von Frauen und von Paaren, also Mann und Frau gemeinsam. Bewerber, die für Männer arbeiten möchten, sind hier nicht richtig.

Wen die Agentur sucht

Jedes Jahr gehen mehrere tausend Bewerbungen ein. Ein Profil erhalten nur wenige, weil die Agentur lieber mit einer kleinen Zahl passender Männer arbeitet als mit vielen. Gefragt sind ein attraktives, gepflegtes Äußeres, gute Umgangsformen und ein gewisses Bildungsniveau, außerdem Lebenserfahrung, Einfühlungsvermögen und Verlässlichkeit. Bewerber müssen mindestens 21 Jahre alt und bereit sein zu reisen.

Die Einzelheiten stehen auf der Seite zu den Voraussetzungen für Callboys.

Verdienst: was sich sagen lässt

Kundinnen zahlen für die ersten zwei Stunden insgesamt ab etwa 500 Euro, jede weitere Stunde kostet ab 150 Euro. In diesem Betrag ist die Vermittlungsgebühr der Agentur enthalten. Das Honorar erhält der Callboy zu Beginn des Treffens in bar direkt von der Kundin, die Gebühr überweist sie vorab an die Agentur.

Ein festes Callboy Gehalt gibt es nicht, denn ein Callboy ist nicht angestellt. Wie viele Buchungen jemand bekommt, lässt sich vorher nicht zusagen. Für die meisten bleibt die Tätigkeit ein Nebenverdienst. Mehr dazu unter Callboy Verdienst.

Von der Bewerbung zum Profil

  1. Formular und FotosAngaben zur Person und mindestens fünf klare Fotos.
  2. RückmeldungAntwort der Agentur per E-Mail und SMS.
  3. TelefonatBei Bedarf ein Gespräch über offene Fragen.
  4. KennenlernenPersönliches Gespräch, unverbindlich und kostenlos.

Die Bewerbung läuft über ein Formular mit persönlichen Angaben und mindestens fünf Fotos. Danach meldet sich die Agentur per E-Mail und SMS. Passt der erste Eindruck, folgen bei Bedarf ein Telefonat und ein unverbindliches persönliches Gespräch. Wer überzeugt und brauchbare Fotos mitbringt, kann innerhalb von ein bis zwei Wochen starten. Den genauen Ablauf der Bewerbung bei der Agentur beschreibt eine eigene Seite.

Rechtslage in Deutschland

Sexuelle Dienstleistungen sind in Deutschland legal, aber geregelt. Seit dem 1. Juli 2017 gilt das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG). Wer hier tätig wird, muss sich persönlich bei der zuständigen Behörde anmelden und vorher eine gesundheitliche Beratung wahrnehmen. Außerdem gilt eine Kondompflicht. Die Einnahmen sind steuerpflichtig und dem Finanzamt zu erklären.

Diese Pflichten treffen den Callboy selbst, auch wenn er nur gelegentlich arbeitet. Was das im Einzelnen bedeutet, steht unter Recht und Steuern für Callboys.

Was die Bewerbung kostet

Nichts. The Men's Company verlangt keine Anmeldegebühr, kein Geld für das Aufnahmegespräch und keine Beteiligung an Fotos oder Ausstattung. Einen kostenpflichtigen Kurs gibt es ebenfalls nicht: Neue Callboys werden von der Agentur eingewiesen und danach weiter begleitet.

Das ist nicht überall so. Es gibt Websites, die Einschreibe- oder Kursgebühren kassieren, ohne dass je eine Buchung zustande kommt. Wer für die bloße Aufnahme zahlen soll, sollte Abstand nehmen.

Bewerbung

Kostenlos und ohne Verpflichtung bewerben

Das Formular fragt Angaben zur Person, die Motivation und fünf bis acht Fotos ab. Die Agentur antwortet per E-Mail und SMS.

Zum Bewerbungsformular