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Privatsphäre

Diskretion als Callboy: Alias, Fotos und Umgang mit Daten

Viele Bewerber beschäftigt weniger die Arbeit selbst als die Frage, wer davon erfährt. Vieles lässt sich absichern, eine vollständige Garantie gibt es nicht. Diese Seite trennt beides.

Stand: 10.10.2026 · The Men's Company

Arbeiten unter einem Alias

Kein Callboy der Agentur tritt unter seinem bürgerlichen Namen auf. Auf dem Profil steht ein Alias, und unter diesem Namen lernt ihn auch die Kundin kennen. Der Alias wird bei der Aufnahme festgelegt.

Echter Name, Anschrift und Telefonnummer liegen nur der Agentur vor. An Kundinnen oder sonstige Dritte werden sie nicht weitergegeben. Buchungen werden über die Agentur vereinbart.

Fotos: erkennbar oder unkenntlich

Auf dem Profil kann das Gesicht zu sehen sein, es muss aber nicht. Die Fotos werden gemeinsam ausgewählt, und auf Wunsch macht die Agentur das Gesicht unkenntlich. Im Bewerbungsformular wird diese Frage bereits gestellt, die Antwort lässt sich später im Gespräch noch ändern.

Die Entscheidung hat zwei Seiten. Ein Profil mit erkennbarem Gesicht wirkt persönlicher, denn Kundinnen möchten sehen, wen sie treffen. Ein Profil ohne Gesicht schützt besser vor zufälliger Entdeckung durch Bekannte. Welche Lösung passt, hängt von Beruf und Umfeld ab und wird im Kennenlerngespräch besprochen.

Für die Bewerbung selbst gilt etwas anderes: Dort müssen Gesicht und Körper klar erkennbar sein, sonst ist keine Beurteilung möglich. Diese Bilder sieht nur die Agentur.

Zahlungen ohne Spuren auf dem Konto

Das Honorar wird bar von der Kundin an den Callboy übergeben. Zwischen Agentur und Callboy gibt es keinen Zahlungsverkehr und keine Rechnungen. Auf dem Kontoauszug erscheint deshalb kein Hinweis auf die Agentur.

Mit Steuerfreiheit hat das nichts zu tun. Die Einnahmen sind zu versteuern, und wer das tut, gibt die Tätigkeit gegenüber dem Finanzamt an. Das Finanzamt unterliegt dem Steuergeheimnis.

Anmeldung in Deutschland und Privatsphäre

Wer in Deutschland sexuelle Dienstleistungen anbietet, muss sich nach dem Prostituiertenschutzgesetz persönlich bei der zuständigen Behörde anmelden. Auch dieser Schritt lässt sich mit dem Wunsch nach Diskretion vereinbaren: Die Bescheinigung über die Anmeldung kann zusätzlich auf einen Aliasnamen ausgestellt werden. Auf dieser Aliasbescheinigung steht dann der selbst gewählte Name statt des bürgerlichen. Die Einzelheiten dazu stehen unter Recht und Steuern für Callboys.

Diskretion gegenüber den Kundinnen

Diskretion ist keine Einbahnstraße. Kundinnen vertrauen darauf, dass niemand von ihrer Buchung erfährt. Ihre Daten bleiben bei der Agentur, der Callboy erhält nur, was er für den Termin braucht. Von ihm wird erwartet, dass er über Kundinnen schweigt, keine Fotos macht und ihnen im Alltag nicht zu erkennen gibt, woher man sich kennt, falls man sich zufällig begegnet.

Wer hier nachlässig ist, verspielt das Vertrauen von Kundin und Agentur. Für manche Kundin hätte eine Indiskretion beruflich oder familiär ernste Folgen.

Wo die Grenzen liegen

Ein Rest an Risiko bleibt. Ein Profil im Internet kann von jedem aufgerufen werden, auch von Kollegen, Nachbarn oder Verwandten. Unkenntliche Fotos senken die Wahrscheinlichkeit, erkannt zu werden, schließen sie aber nicht aus, etwa wenn eine Tätowierung oder die Statur auffällig ist. Auch eine Begegnung im Hotel oder im Restaurant lässt sich nicht verhindern.

Es ist deshalb sinnvoll, sich vor der Bewerbung zu überlegen, was man sagen würde, wenn das Thema im eigenen Umfeld aufkommt. Wer darauf eine Antwort hat, arbeitet gelassener.

Was mit den Bewerbungsdaten geschieht

Die Angaben und Fotos aus dem Formular werden ausschließlich per E-Mail an die Agentur übermittelt und auf dieser Website nicht gespeichert. Sie dienen allein der Beurteilung der Bewerbung. Bei einer Absage löscht die Agentur die Unterlagen spätestens vier Wochen nach Abschluss des Verfahrens, sofern der Bewerber einer längeren Aufbewahrung nicht zugestimmt hat. Die vollständigen Angaben enthält die Datenschutzerklärung.

Bewerbung

Kostenlos und ohne Verpflichtung bewerben

Das Formular fragt Angaben zur Person, die Motivation und fünf bis acht Fotos ab. Die Agentur antwortet per E-Mail und SMS.

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